Schutzbefohlene

Es war üblich, dass Männer wie Frauen unterschiedlichen Standes sich dem Orden anschlossen. Viele männliche Adelige spendeten dem Orden beim Eintritt Geld und konnten so als Donats an den Priviliegien der Mitgliedschaft und am Prestige des Ordens teilhaben und sich den Schutz durch den Ordens, sowie die Möglichkeit irgendwann die Gelübte abulegen und zuletzt natürlich ihr Seelenheil gewissermaßen erkaufen. Andere verschenkten sich selbst an den Orden. Diese sogenannte „tradatio per hominem“ betraf vor allem Bauern, die sich gleich ob ursprünglich frei oder unfrei als Leibeigene in den Dienst des Tempels stellten. Und dann gab es noch die Leibeigenen, die durch Landschenkungen an den Tempel mit dem Land auf dem sie wohnten den Besitzer wechselten. Auch die Familien von Ordenmitgliedern genossen nach dem Tod des Vaters weiterhin den Schutz des Ordens. Dann gab es noch die Confratres. Dies waren Männer und Frauen, die sich offiziell dem Orden anschlossen, ohne direkt am Leben der Templer teilzunehmen. Vielmehr waren sie Geldgeber, die sich gegen Spenden eine gute Beziehung zum Orden erkauften.