Die Franziskaner

eigentl.: Ordo Fratrum Minorum Eine Franziskanerbruderschaft wurde bereits 1209 von Franziskus von Assisi gegründet. Die Ziele der Gemeinschaft, die zu den Bettelorden gezählt wird, bestanden in absoluter Armut, Predigt zu Christen und Heiden, Arbeit und Befolgung der sogenannten Evangelischen Räte (in den Evangelien genannte Bedingungen für die Gefolgschaft Jesu).

Der Ordenshabit war im Mittelalter ein graues Kapuzenkleid (heute brauner Habit mit einem weißen Strick). Mit der 1223 bestätigten Abfassung der Ordensregel erfuhr der Franziskanerorden einen raschen Aufschwung. Nach dem Tod des Franziskus 1126 kam es jedoch zu einem internen Richtungsstreit zwischen den Anhängern einer wörtlichen Befolgung der Regel (Spiritualen) und den Verfechtern einer Ordensorganisation nach dem Vorbild älterer Gemeinschaften.

Wie die Dominikaner wurden auch die Franziskaner 1231 als Inquisitoren zur entsprechenden päpstlichen Behörde gerufen. Mit der Reformation löste sich der Orden in Europa praktisch auf, erfuhr aber zugleich in Amerika durch die Indianermission einen starken Aufschwung. Die geschichtlichen Wirrungen des 17.- 19.Jahrhunderts überstanden die Franziskaner nur knapp; danach jedoch verbreitete sich die Gemeinschaft mit Seelsorgern, Lehrern und Missionaren in allen Erdteilen. Heute ist der Franziskanerorden der zweitstärkste Orden überhaupt.


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