Der Zisterzienser-Orden

Der Zisterzienser-Orden, benannt nach dem Kloster Citeaux, das Robert von Molesme am 21.März 1098 gründete, hat vor allem in seiner Gründungsphase maßgeblichen Einfluß auf die Tempelherren genommen. Die Zisterzienser hatten sich der strikten Durchführung der Benediktinus-Ordensregel verschrieben; das Ordensgewand war ein weißer Mantel, gebunden durch ein schwarzes Cingulum (Hüftgürtel als Zeichen des christlichen Soldatentums (miles christi)).

Damit legten die Zisterzienser als eine der ersten Mönchsgemeinschaften ein militärisches Element in ihre Ordensbestimmung. Der Orden trat besonders durch seine wissenschaftlichen Leistungen hervor; zahlreiche bedeutende Theologen und Philosophen des 12. und 13.Jahrhunderts stammten aus seinen Reihen. Unter der Leitung des berühmten Zisterziensermönches Bernhard von Clairvaux, der als einflußreichste Person der Ordens- und Kirchengeschichte des Mittelalters gilt, wurde auf dem Konzil von Troyes die Ordensregel der Templer verfaßt.

Diese war infolgedessen stark von zisterziensischem Einfluß geprägt. Es gereicht den Zisterziensern zur Ehre, sich nicht an der Inquisition beteiligt zu haben. Mit dieser Aufgabe wurden ab 1231 Dominikaner und Franziskaner betraut, was vor allem den Ruf der Dominikaner nachhaltig schädigte.

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