Lebensgeschichte von Bruder Gilbert Pelicum


Drapier

Begonnen hat es mit mir in einer Mainacht im Orte Pelkum. Ich war der zweite und jüngste Spross einer frommen Bauernfamilie. Mein leiblicher Vater wurde, als ich ca. 5 Jahre alt war, von einem Fuhrwerk überfahren - meine Mutter und wir Kinder wurden nach seinem Tod von dessen Bruder aufgenommen.
Dem Jähzorn verfallen züchtigte unser Ziehvater uns oft, mit und ohne Anstoß, so dass mein Bruder sich im Jahre 1212 eines Nachts aus dem Hause stahl um nach Köln zu gehen und sich dem Kreuzzug anzuschließen. Nachdem mich nun der alleinige Zorn meines Ziehvaters traf, fasste auch ich ein paar Jahre später den Entschluss mich von meiner Familie zu entfernen. Die Tränen meiner Mutter galten meinem Weggang und da sie mich gut verstand ging ich mit ihrem Einverständnis. Sie selbst trat wenig später in ein Kloster ein.
Ich erfuhr das erste Jahr die Barmherzigkeit einer Klingenschmiedfamilie, doch auch dort konnte ich nicht lange bleiben, denn der Groll meines Ziehvaters verfolgte mich. So führte mein Weg weiter nach Paderborn. Zuflucht fand ich bei einem Steinmetz und Brot und Bett erarbeitete ich mir als sein Gehilfe bei dem Umbau des Doms. Dort hörte ich auch die großartigen Geschichten des Templerordens und mit jedem Tag wuchs in mir der Wunsch mich Ihnen anzuschließen, mein Leben vollkommen in Gottes Hand zu legen und das heilige Land zu verteidigen. Mein Schicksal erfüllte sich ein weiteres Mal als mein Herr von einem herabfallenden Stein erschlagen wurde. Erneut heimatlos, machte ich mich auf die Suche nach dem Orden der Tempelritter. Mit meinem Glauben, Gottes Hilfe und seinem Leiten hoffte ich sie zu finden. Nach fast endlosem Suchen, die Hoffnung schon fast aufgegeben, Gefahren durchlebt, Überfälle überstanden, fand ich die Gesuchten, die mich aufnahmen.
Ich erlebte Tod und Gift, Mord und Verderb doch kein Schicksal hat mich so bewegt wie die Aufnahme in die Komthurey der Templer Mark.

Zurück zur Mitgliederübersicht

Weitere Darstellungen von Bruder Gilbert Pelicum:


Isobel Ceiteach of Fife

Geschichte